Was kostet Datenschutz?

Umsonst ist der Tod; und der kostet bekanntlich das Leben.

Ähnlich verhält es sich mit dem Thema Datenschutz, aber die Kosten sind definitiv geringer. Nicht nur die Komplexität des Unternehmens ist ausschlaggebend, sondern ebenso die bisherigen Anstrengungen in Bezug auf die Sicherung sensibler Daten.

Nach dem Gesetz müssen Gebäude, Räume, Infrastrukturen, Hardware und Daten vor Zerstörung, Diebstahl und Missbrauch (durch technisch und organisatorische Maßnahmen) geschützt werden. Das kostet sicherlich Geld. Auch hier gilt: Vorsorge ist besser als Nachsehen.

Der Gesetzgeber formuliert im Bundesdatenschutzgesetz (§9 BDSG) ein „ausgewogenes“ Verhältnis der Kosten zum Nutzen der notwendigen technischen Maßnahmen zum Datenschutz.

Aber …

  • Auf den acht größten Flughäfen Europas gehen 3.300 Notebooks verloren. Wöchentlich .. !!
  • Alleine in einer Großstadt wie London gehen jährlich mehrere tausend Notebooks in Taxis verloren; mit Sicherheit nicht nur mit Spielen bestückt.
  • Personaldaten und Krankenakten landen ungeschreddert im Container.
  • Frustrierte Mitarbeiter lassen sensible Daten nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses „mitgehen“.
  • Geschäftskritische Kundendaten finden sich beim Mitbewerber wieder.
  • Wie lange lebt das Unternehmen ohne seine sensiblen Daten? Sollte das Unternehmen also zu der Erkenntnis gelangen, dass sensible Daten verloren gehen können, sind (kostenpflichtige) Maßnahmen unvermeidlich.

Die Dauer der Bestellung eines externen Datenschutzbeauftragten ist gesetztlich nicht festgelegt, jedoch geht die Datenschutzaufsichtsbehörde davon aus, dass eine Bestellung für die Dauer von mindestens drei Jahren erfolgt.


BDSG · DIN/ISO IEC 27001ff · DIN/EN/ISO 9000ff · DIN 69900ff